Als Ergänzung zu den bisherigen Startarten, wie Hangstart, Windenstart, UL-Schleppstart, kann sich nun eine vierte Startart für die Hängegleiter etablieren. Die Startart Elektro.

Die Idee und die Initiative kam dabei von Dr. Werner Eck, der als maßgeblicher Entwickler in der Elektroszene bald erkannte, dass sich die elektroangetriebenen Fluggeräte  in zwei Richtungen entwickeln werden. 

 

Zum einen wird es bei Fluggeräten, welche in der Hauptbetriebsart „Kraftflug“ unterwegs sind die Bestrebung geben, die Motorlaufzeiten so lange wie möglich zu gestalten. Dazu rechnet man mit immer leistungsfähiger werdenden Akkus oder alternativer Energiequellen wie z.B.: die Brennstoffzelle. Flugzeiten von einer Stunde und mehr sind heute bereits Stand der Technik. Gerard Thevenot hat dies mit einem Antriebssystem unserer HPD10 Antriebsserie und einem Drachentrike bereits 2009 mit einem Flug über den Ärmelkanal und einem weiteren Zeitflug von 1:12h mit seiner Brennstoffzelle bewiesen. Weitere Beispiele sieht man am Silent-E von Helmut Grossklaus oder beim Dragonfly. Beide Fluggeräte mit je zwei unserer 24Ah LiIon Akkus mit insgesamt 24kg Gewicht bringen es immerhin auch schon auf 45 Minuten Flugzeit ohne Aufwinde.  Da diese Fluggeräte zumeist mit einem Fahrwerk ausgestattet sind, kann man die Flugzeiten durch Mitnahme von noch mehr Akkukapazität stark nach oben skalieren.

 

Eine andere Richtung gehen dabei die fußstartfähigen Fluggeräte. Hier ist die erstrebte Hauptbetriebsart der Gleitflug und der thermische Steigflug. Der Antrieb wird nur zum Starten und zum Erreichen einer bestimmten Thermikanschluss Höhe benötigt. In dieser Ausführung zu denen der E-Lift von Toni Roth gehört, gibt es andere Anforderungen: Ultraleichte, aerodynamische Ausführung, absolute Thermiktauglichkeit, geringstes Gesamtgewicht, einfachste Bedienbarkeit, einfaches Handling, begrenzte Energiemenge. Diese Art des Fliegens kommt dem Vogelflug am nächsten. Die Schwingen des Vogels sind hier der zuschaltbare Propeller. Der Deutsche Hängegleiterverband (DHV) hat diese Entwicklung aufgegriffen und wurde mit der Einführung durch entsprechende Ausbildungsrichtlinien beauftagt.

 

Unsere Elektrantriebssysteme sind durch entsprechende Produktdesigns für beide Anwendungsgebiete konstruiert. Durch entsprechende Kombination der Komponenten kann das optimale Antriebsaggregat für die entsprechende Flugbetriebsart ausgewählt werden.